Mit dem Begriff „Exoten“ assoziieren die meisten Menschen Schlangen, Spinnen und Co. Der  Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellt in einer Pressemitteilung fest, dass jedoch nahezu sämtliche Haustiere Exoten sind. „Exotisch“ bedeute „fremdländisch“ und dies bezieht sich im Grunde auf fast alle Haustiere.

 

Als Beispiel führt der ZZF unter anderem den  Wellensittich  an. Diesen würden die meisten Menschen sicherlich nicht als Exoten bezeichnen, zumal Wellensittiche in vielen Haushalten zu finden sind. Aber der Wellensittich stammt aus Australien und ist somit ein exotisches Haustier. Sogar unsere Hauskatze ist streng genommen ein Exot. ZZF-Präsident Klaus Oechsner zufolge stammt sie von der Falbkatze aus Nordafrika ab. Auch eines der beliebtesten Haustiere bei Kindern, das Meerschweinchen, gehört zu den Exoten: Das Meerschweinchen ist in Südamerika beheimatet.

Dass fast alle Haustiere Exoten sind, hat auch seinen Grund: Einheimische Tierarten unterliegen Halte- und Handelsverboten.
 
Oechsner klärt auf, dass es bei der privaten Heimtierhaltung auch gar nicht darum gehe, ob das Tier exotisch ist, sondern ob es artgerecht gehalten werden kann und womöglich gefährlich ist. Der ZZF spricht sich daher beispielsweise gegen die Haltung von Minischweinen in der Wohnung aus, da dort keine artgerechte Haltung möglich sei, was bei den Tieren zu Verhaltensstörungen und körperlichen Erkrankrungen führe. Dasselbe gelte für alle Landraubtiere, die meisten Skorpione und viele Schildkrötenarten.
 
Grundsätzlich sollten außerdem Nachzuchten bevorzugt werden. Mit Tieren aus Nachzuchten schone man die Natur. Außerdem würden diese sich leichter an den Menschen gewöhnen.
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