Wenn Hund und Katze beim Toben oder Treppensteigen husten, denkt man als allererstes an eine Bronchitis. Dem medizinisch vorgebildeten Tierfreund fällt bei weiterem Nachdenken über mögliche Ursachen allenfalls noch eine Herzschwäche ein. Dass aber auch in Deutschland häufig Lungenwürmer Auslöser für Atemwegserkrankungen bei Haustieren sind, ist auch für Tierärzte neu.

„Eine aktuelle Studie belegt, dass Lungenwürmer bei uns viel öfter auftreten, als bislang angenommen“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher von den Ergebnissen. Danach befinden sich Infektionsherde bis dato schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Berlin und dem Saarland.

Die Symptome eines Lungenwurmbefalls ähneln zunächst denen viraler oder bakterieller Erkrankungen des Atemtraktes. Je nach Befallsgrad variiert auch die Stärke des Hustens. Bei hohen Wurmzahlen im Tier kommt es zu Bewegungsunlust, neurologischen Symptomen und Herzproblemen. Schlussendlich kann der Parasitenbefall sogar zum Tode führen.
Die gesicherte Diagnose liefert eine Kotuntersuchung oder eine Endoskopie der Atemwege. Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen lassen zumindest Verdachtsdiagnosen zu.

Der Mensch gehört glücklicherweise nicht zum Wirtsspektrum der Haustierlungenwürmer. Da sich die Parasiten ohne Behandlung jedoch vermehren und keinesfalls von alleine verschwinden, sollten Herrchen oder Frauchen im Krankheitsfall einen Tierarzt aufsuchen, der baldmöglichst eine entsprechende Wurmbehandlung durchführt.

Quelle: Pressemitteilung von aktion tier - menschen für tiere e.V.

Joomla SEO by AceSEF