“Die zwei sind doch wie Hund und Katze!” - Diesen Ausspruch hört man oft, wenn man ausdrücken will, dass sich zwei überhaupt nicht verstehen. Dabei ist das eigentlich in der Tierwelt so nicht richtig: Bello und Maunz können durchaus dicke Freunde werden, wenn man sie behutsam aneinander gewöhnt.
 
katzeundhund1.jpgAm leichtesten ist es, wenn zwei junge Tiere zum ersten Mal aufeinander treffen. Ein Welpe und eine junge Katze können relativ unbelastet aufeinander zugehen. Gut funktioniert es auch mit einem Welpen und einer älteren Katze.
 
Gehen Sie zum ersten Kennenlernen in einen Raum, in dem Mieze eine Rückzugsmöglichkeit hat. Sie sollte zum Beispiel die Gelegenheit haben, aufs Bücherregal zu springen, wenn ihr die Begegnung zuviel wird. Lassen Sie den Welpen “Sitz” machen und legen Sie ihm am besten ein Halsband an, um ihn notfalls auch einmal sanft zurückhalten zu können. Die Katze befindet sich im selben Raum. Dann beginnen Sie, mit dem kleinen Hundekind zu spielen. Werfen Sie einen Ball und ein Quietschie, tun Sie so, als wäre die Katze gar nicht da. “Warum das?”, werden Sie sich vielleicht fragen. Nun, damit geben Sie dem Hund zu verstehen: Die Katze ist zwar da, aber überhaupt nicht so interessant, dass man ihr ständig nachlaufen müsste oder sie jagt - es ist ganz und gar normal, dass eine Mieze im Raum ist. Wenn Sie ein spannendes Spiel für ihr Hundebaby finden, wird es das schnell begreifen. Natürlich dürfen erste zarte Annäherungen stattfinden. Lassen Sie den kleinen Kerl ruhig mal in die Richtung der Samtpfote tapsen, halten Sie ihn aber zurück, wenn er zu stürmisch ist. Vor allem, wenn der Stubentiger zu fauchen beginnt oder drohend eine Pfote hebt, sollten Sie eingreifen. Beruhigen Sie dann ihre Katze mit sanften Worten und locken Sie den Welpen sofort wieder zu sich.
 
Genauso sollten Sie auch mit einem erwachsenen Hund verfahren, der an eine Katze gewöhnt werden soll. Falls zuerst die Katze in Ihrem Haushalt lebt und der Hund erst dazu kommt, sollten Sie darauf achten, dass der Hund Katzen gewöhnt ist oder zumindest nichts gegen sie hat. Im Tierheim kann Ihnen das Personal gut darüber Auskunft geben! Gehen Sie dann mit dem angeleinten Hund in den Raum mit der Katze und beginnen Sie wie beim Welpen zu spielen. Einen erwachsenen Vierbeiner kann man ganz gut mit Leckerchen-Suchspielen animieren und ablenken. Und dann lassen Sie die beiden sich auch mal kurz beschnuppern. Dann rufen Sie Bello wieder zu sich und spielen weiter.

Niemals sollten Sie übrigens die Katze dazu zwingen, sich dem Hund zu nähern. Alles muss völlig freiwillig geschehen, sonst verschreckt man die Samtpfote. Lässt man beiden viel Zeit zum Kennenlernen, entsteht bestimmt bald eine schöne Tierfreundschaft.
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