Die Hausmaus (Mus musculus) 

Kurzbeschreibung: Die Maus, die als Haustier bekannt ist, nennt man auch Hausmaus. Sie zählt zur Ordnung der Nagetiere und ist eine Unterfamilie der Langschwanzmäuse. Unter den Begriff Hausmaus fasst man die Weiße Maus und die Farbmaus zusammen.

Foto: Maus (aboutpixel.de - Ingolf Erler)

Es gibt über zehn Unterarten und über 20 Farben und Fellzeichnungen. Mäuse sind gesellig und leben am liebsten in Rudelhaltung, deshalb sollte man das Haustier nicht einzeln halten. Aktiv werden sie in der Dämmerung und in der Nacht. Sie werden sieben bis elf Zentimeter groß, dazu kommt noch der lange Schwanz, der fast so lang ist wie der gesamte Körper. Durchschnittlich sind Hausmäuse zwölf bis 28 Gramm schwer, weiße Mäuse und Farbmäuse können aber auch wesentlich schwerer werden, dabei sind 45 bis maximal 60 Gramm nicht selten. Eine Hausmaus kann bei Futtermangel und Frost in einen Erstarrungszustand fallen, hält aber grundsätzlich keinen Winterschlaf. Sie sind Allesfresser und wohnen in Gängen und Nestern, die sie in der Erde bauen. Als Haustiere sind in erster Linie die Farbmaus und die weiße Maus verbreitet, die sich durch ihre Zahmheit von der Hausmaus unterscheiden. 

Verbreitung: Hausmäuse gibt es auf der ganzen Welt, in erster Linie allerdings in Europa, Nordafrika und Asien. Besonders wohl fühlt sie sich in Wüstengebieten und Steppen. In Mitteleuropa war die Hausmaus, von der es in Deutschland die Unterarten der westlichen und östlichen Hausmaus gibt, nicht ursprünglich heimisch. Die bekannte weiße Maus stammt aus der Unterart der westlichen Hausmaus. 

Lebenserwartung: Die Lebenserwartung einer Maus beträgt zwei bis drei Jahre, wobei Mäuse im Alter von zwei Jahren schon als alt gelten. 

Haltung: Die Haltung von Mäusen ist nicht jedermanns Sache, da sich viele Menschen vor den kleinen Nagern ekeln. Wer allerdings Mäuse mag, für den sind die putzigen Tierchen als Haustier gut geeignet. Darauf achten sollte man in jedem Fall, dass Mäuse einen typischen Mäusegeruch verbreiten, sie “riechen” also etwas. Den Käfig sollte man daher in ein Zimmer stellen, in dem man nicht schläft oder wohnt, am besten in einen Hobbyraum oder ins Bügelzimmer. Eine Maus braucht unbedingt einen Artgenossen, sonst vereinsamt sie. Am besten nimmt man zwei gleichgeschlechtliche Mäuse, dabei sollte man aber wirklich auf das Geschlecht der Tiere achten, da Mäuse sich rasend schnell vermehren. Wichtig ist, dass der Käfig eng verdrahtet ist, da sich die kleinen Nager sonst durch die Stäbe winden können. Am besten verwendet man die gleiche Variante wie für einen Hamster. Auch die Einrichtung kann identisch sein, denn auch Mäuse benötigen zwei Futternäpfe, eine Trinkflasche, ein Schlafhäuschen und zur Unterhaltung am besten ein Laufrad, Röhren zum Durchlaufen und Seile zum Klettern sowie kleine Leitern, damit sie sich nicht langweilen. Als Einstreu kann herkömmlicher Sand oder Streu aus dem Fachhandel verwendet werden. Die Nestbauer freuen sich über Papiertaschen- und Baumwolltücher oder alte Stofffetzen, aber auch Heu. Am besten fügt man auch ein paar Zweige oder Rollen aus Pappe in den Käfig, die die Mäuse zernagen dürfen. Neben der regelmäßigen Käfigreinigung muss vor allem das Schlafhaus kontrolliert werden, da die Tiere überschüssiges Futter dort oft horten und dieses dort verdirbt. Täglich ist die Kloecke zu reinigen. 

Ernährung: Am besten ernährt man seine Mäuse mit einer Körnermischung als Grundfutter, bestens geeignet sind Getreide und Grassamen, Sonnenblumenkerne hingegen sollte man lieber nicht füttern, da diese zu fett sind. Im Fachhandel gibt es spezielles Pressfutter für Mäuse, bei dem die Mischung stimmt. Geeignet als Ergänzung ist außerdem Obst wie hin und wieder ein Stück Apfel, Birne oder eine Traube, Gemüse wie Karotten und Grünfutter wie Salat, Klee und Löwenzahn. Ganz selten kann man seine Maus mit einem Stückchen Käse als Leckerchen verwöhnen, zu oft sollte man das aber nicht machen. 

Fortpflanzung/Zucht: Mäuse vermehren sich rasend schnell, eine Maus kann in ihrem kurzen Leben bis zu 100 Junge auf die Welt bringen. Gleich nach der Geburt ist eine Maus wieder fortpflanzungsfähig und das ganze Jahr über paarungsbereit. 21 bis 23 Tage beträgt die Tragzeit, danach kommen bis zu 20 nackte und blinde Jungtiere zur Welt, die drei bis vier Wochen gesäugt werden. 

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