Dänemark war einst aufgrund der guten Erreichbarkeit und nicht zuletzt Hundefreundlichkeit ein beliebtes Reiseziel für Hundehalter aus Deutschland. Doch die Attraktivität Dänemarks als Reiseland hat in den Augen vieler deutscher Hundebesitzer gelitten, nachdem 2010 das Dänische Hundegesetz beschlossen wurde.

Zu dem Gesetz gehört unter anderem eine Liste mit 13 Hunderassen, deren Haltung, Zucht und Einfuhr in Dänemark verboten ist, wenn sie nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden. Dies betrifft auch Mischlinge dieser Rassen.

Außerdem durften Hunde, die einen Hund oder einen Menschen gebissen haben, durch die Polizei ohne das Hinzuziehen von Fachleuten getötet werden.

Beunruhigend war für deutsche Urlauber außerdem das dänische Feld- und Wegegesetz von 1872, demzufolge Grundbesitzer das Recht haben, freilaufende Hunde und Katzen auf ihrem Grundstück zu erschießen.

Einen Lichtblick bietet nun das neue dänische Hundegesetz, das am 1. Juli 2014 in Kraft tritt.

Die dänische Polizei kann dem neuen Gesetz zufolge nicht mehr ausschließlich eigenmächtig über Leben und Tod eines Hundes entscheiden, der in einen Beißvorfall verwickelt war. Die Hundebesitzer haben nun das Recht, einen Hundesachverständigen hinzuzuziehen.

Auch streunende Hunde dürfen nun nicht mehr auf Privatgrundstücken erschossen werden. Bei wiederholtem Vergehen kann aber ein Bußgeld fällig werden.

Die Rassenliste bleibt weiterhin bestehen. Bei den 13 verbotenen Hunderassen handelt es sich um Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Tosa, American Bulldog, Boerboel, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Kangal, Zentralasiatischer Owtscharka, Südrussischer Owtscharka, Kaukasischer Owtscharka, Sarplaninac und Tornjak.

Wer in Dänemark mit Hund Urlaub machen will, sollte außerdem wissen, dass an Dänemarks Stränden vom 1. April bis 30. September und in Wäldern eine ganzjährige Anleinpflicht herrscht.

 

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