Tiere-Wissen.de Hunde Wieder ein Beißunfall - Wie kann es dazu kommen?
Wieder ein Beißunfall - Wie kann es dazu kommen? PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 28. Juli 2011 um 12:05 Uhr

Hamburg, 27.07.2011 – Erneut ist ein Kind in Folge einer Beißattacke verletzt worden. Ein Achtjähriger wurde in Herdecke/Nordrhein-Westfalen von einem freilaufenden Schäferhund gebissen, obwohl das Tier von den Besitzern zurückgerufen wurde. VIER PFOTEN warnt davor, die Schuld bei dem Tier zu suchen und klärt über die Rolle der Hundehalter auf.

Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN: „ExpertInnen im In- und Ausland sind sich einig, dass die Rassezugehörigkeit kein ausschlaggebender Faktor ist, der einen Hund automatisch als aggressiv ausweist. Es ist der Faktor Mensch, der für das Fehlverhalten der Tiere verantwortlich ist.“ Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund oder gar Gewalt gegenüber dem Tier führen nicht selten zu gefährlichem Verhalten. Falsch gehalten und nicht verstanden kann jeder Hund aggressiv werden – egal ob Pekinese oder Rottweiler.

Rasselisten, die je nach Bundesland unterschiedliche Hunderassen als gefährlich einstufen, sind nicht nur irreführend und mit Vorurteilen belastet, sondern bringen auch keinen Nutzen für die öffentliche Sicherheit. „Ein verantwortungsloser Halter kann auch einen Schäferhund, der beispielsweise die Beißstatistiken anführt und nicht auf der Liste gefährlicher Hunde geführt wird, durch falsche Erziehung oder die entsprechende Ausbildung „scharf“ machen“, so Birgitt Thiesmann. „Ebenso verhält es sich mit allen anderen Rassen, die nicht als sogenannte „Kampfhunde“ geführt werden.“ VIER PFOTEN plädiert daher für die Einführung eines Hundeführscheins sowie strenge Regelungen für Hundetrainer.

Erziehung, die auf Unterdrückung, Einschüchterung und Strafe basiert, kann aus dem liebsten Hund einen aggressiven Beißer machen. „VIER PFOTEN empfiehlt ein partnerschaftliches Training, das durch Belohnung und Motivation eine funktionierende Mensch-Hund-Beziehung garantiert und letztendlich damit auch Sicherheit gewährleistet“, so Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN.

Quelle: Pressemittelung von
VIER PFOTEN


 

Kommentare  

 
0 #4 Ariane 2012-02-20 12:41
zitiere Sandra König:
Aber ich kann mich dann entsprechend verhalten das ist es, was immer wieder vergessen wird. Meine Tochter war insgesamt 4 Monate krank, sie war 3 mal im Krankenhaus und musste 2 mal operiert werden. Aber der Staat mein, es besteht kein öffentliches Interesse, die Staatsanwaltsch aft weist den Fall zurück. Hätte es ihr Gesicht getroffen, was zum Glück nicht der Fall war, was wäre denn?????

Das tut mir sehr leid. Sowas möchte sicher keine Mutter erleben müssen und ich kann mir gut vorstellen, dass man sich dann ärgert, wenn es auf das Kind geschoben wird.
Wie auch immer es zu dem Beißunfall gekommen ist, spricht das Verhalten der Halterin ja schon für sich.
Ich hoffe, Ihre Tochter hat alles gut überstanden, nicht nur physisch, sondern auch psychisch.
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0 #3 Sandra König 2012-02-20 11:57
Aber ich kann mich dann entsprechend verhalten das ist es, was immer wieder vergessen wird. Meine Tochter war insgesamt 4 Monate krank, sie war 3 mal im Krankenhaus und musste 2 mal operiert werden. Aber der Staat mein, es besteht kein öffentliches Interesse, die Staatsanwaltsch aft weist den Fall zurück. Hätte es ihr Gesicht getroffen, was zum Glück nicht der Fall war, was wäre denn?????
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0 #2 Sandra König 2012-02-20 11:56
Das mag ja sein, dass manche Kinder nicht wissen wie sie mit Tieren umgehen sollen, das liegt jedoch nicht am Kind allein, sondern immer an der Erziehung, meine Tochter ist 11 Jahre alt und weiß genau wie sie mit einem Hund umgeht, da wir auch selbst einen haben. Sie ist von einem Bordercollimisc hling angegriffen und ins Bein gebissen worden, nur weil sie sich ihre Schuhe anziehen wollte- sie war dort in der Wohnung zum Spielen, und da die Halterin sich überhaupt keine Platte gemacht hat, und meine Tochter noch eine halbe Stunde allein nach Hause gehen musst- ich wurde weder angerufen noch ein Arzt, konnte ich sie erst 1 1/2 Stunden später ins Krankenhaus bringen. Die Besitzer haben weder eine Versicherung noch ist der Hund geimpft, ebenfalls haben sie nie nachgefragt wie es ihr geht oder sich entschuldigt. Ich finde passieren kann immer etwas man kann nicht die Hand ins Feuer legen, dass ein Hund nicht zuschnappt.
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0 #1 Karin Reske 2011-10-20 17:29
Wieso es immer wieder zu Beißunfällen kommt? Weil Kinder entweder lernen, dass der Hund sich ihre Spiele gefallen lassen muss, auch wenn sie zerren und hauen, oder weil sie lernen, dass Hunde gefährlich sind, und sie (und sogenannte "Helfer") dann wild schreien und zuschlagen, wenn der Hund schnuppert. Und weil Hunde in Angst und Schmerz nicht zurückschlagen können, sondern eben schnappen oder beißen. Das weiß jeder, darf man aber nicht sage.
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