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Die ägyptische Frucht-Fledermaus wirkt mit verschiedenen Zuckerarten den Auswirkungen übermäßigen Alkoholkonsums entgegen. Zu diesem Ergebnis kam der Wissenschaftler Francisco Sanchez von der Ben-Gurion-Universität des Negev. Die Alkoholkonzentration steigt in weichen Früchten, wie z.B. Feigen und Datteln, während des Reifeprozesses an.

Ägyptische Frucht-Fledermäuse lieben diese reifen Früchte, obwohl die hohe Alkoholkonzentration (etwa 1%) für sie schädlich ist. Betrunkene Fledermäuse können sich schlechter vor Feinden schützen und Hindernissen ausweichen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Alkoholpegel im Atem der Frucht-Fledermäuse bei fruktosehaltiger Nahrung stärker zurückging als bei Nahrung, die die Zuckerarten Saccharose und Glukose enthielt.

Zudem gingen die Fledermäuse bei höherem Alkoholgehalt der verzehrten Früchte stärker an Nahrung mit Fruktose als an glukosehaltiges Futter. Interessanterweise wurde aber in erster Linie saccharosehaltige Nahrung verzehrt. Obwohl zwar nur Fruktose dem Alkoholpegel entgegenwirkt, scheinen für die Fledermäuse sowohl Fruktose als auch Saccharose wichtig zu sein. Sanchez vermutet, dass die Kombination aus Saccharose und Alkohol den Fledermäusen schlichtweg besser schmeckt.

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