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Jetzt im Frühling hat der Nachwuchs bei vielen Wildtieren Hochsaison. Leider meinen viele Spaziergänger, die unterwegs so einem Jungtier begegnen, dass es Hilfe benötige und bringen es zum Beispiel in eine Wildtierstation oder ein Tierheim. Meistens schadet man dem vermeintlich hilflosen Tier jedoch mit dieser Aktion mehr als dass man ihm hilft.

Judith Brettmeister von aktion tier e.V. informiert: „Viele Tierfreunde bedenken nicht, dass Wildtiere, die von Menschen groß gezogen wurden, nicht gelernt haben, selbst ihr Futter zu suchen und zu finden. Diese Tiere werden zeitlebens auf den Menschen angewiesen sein“. 

Wer einfach ein Tier aufnimmt, macht sich sogar strafbar, da dies als Jagdwilderei gilt. Nur in seltenen Fällen ist die gut gemeinte Tierliebe wirklich angebracht. Beim Feldhasen hat es oft den Anschein, als hätte es seine Mutter verloren. Die Häsin sucht jedoch ihre Junghasen nur hin und wieder zum Säugen auf. In der Zwischenzeit sitzen die kleinen Häschen einzeln und warten auf die Rückkehr.

Wer also solch einem Jungtier in Wald und Flur begegnet - sei es z.B. ein kleiner Vogel, ein Häschen oder ein Frischling - sollte es dort lassen, wo es ist, es sei denn man sieht offensichtliche Verletzungen oder ist sich sicher, dass das Tier verwaist ist. Nur dann sollte man es zur nächsten Wildtierstation oder zum Tierarzt bringen.

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