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Wenn Hund, Katze und Co. mal wieder krank sind, müssen Tierhalter damit rechnen, dass sie künftig mehr Geld beim Tierarzt lassen müssen. Tierärzte müssen ihre Rechnung streng nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ausrichten, informiert die Tierschutzorganisation aktion tier e.V. in einer Pressemitteilung.

Diese wurde vom Bundesrat um 12 % angehoben. Besonders Tierhalter aus Ostdeutschland müssen künftig tiefer in die Tasche greifen: Der Ostabschlag von 10% wurde abgeschafft, so dass sich für ostdeutsche Tierhalter die Tierarztkosten sogar um 22 % erhöhen.

Als Begründung für die Steigerung werden die wachsenden Kosten bzw. daraus resultierenden Nebenkosten für Personal, medizinische Geräte und Räumlichkeiten angeführt. „Im Prinzip gleicht die Erhöhung nicht einmal die Inflationsrate der letzten Jahre aus“, meint Frau Dr. Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V. Für viele Tierbesitzer sei die Steigerung der Tierarztkosten jedoch hart, nachdem sich die Schere zwischen arm und reich immer weiter öffne. Eine Kastration einer weiblichen Katze würde beispielsweise den Halter künftig mindestens 100 Euro kosten.
 
Der Tierarzt darf jedoch nicht einmal, selbst wenn er es wollte, eine niedrigere Rechnung ausstellen. Wenn er sich nicht an die Vorgabe der GOT hält, wäre dies sogar gesetzeswidrig. Lediglich Tierheime oder andere geschlossene Tierbestände könnten niedrigere Beträge aushandeln, indem sie mit niedergelassenen Tierärzten Betreuungsverträge abschließen.
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