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Was sollte man lieber verwenden, um mit seinem Hund spazieren zu gehen - Halsband, oder doch lieber ein Brustgeschirr? An dieser Frage scheiden sich die Geister der Hundehalter. Die eine schwören auf das Geschirr, die anderen bevorzugen das Halsband. Fest steht: Eine allgemeingültige Lösung, was besser ist, gibt es nicht. Hier lautet die Devise - einfach ausprobieren, mit welchem Hilfsmittel Hund und Halter besser zurecht kommt!
 
Wer einen Hund hat, der dazu neigt, manchmal vor Aufregung an der Leine zu ziehen - zum Beispiel in der Stadt -, für den empfiehlt es sich, einmal ein Brustgeschirr auszuprobieren. Der Vorteil ist einerseits, dass man den Hund besser halten kann, da man nicht so sehr auf die Verletzungsgefahr achten muss, die ein Halsband um die empfindliche Halsgegend herum ausüben könnte. Man kann den Hund auch ruhig einmal mit etwas festerer Hand zurück nehmen - natürlich, ohne grob zu sein und an der Leine zu reißen! Und braucht dennoch keine Angst zu haben, dem Hund Schaden zuzufügen.
 
Und auch, wenn der Hund gerne an der Leine zieht, ist ein Brustgeschirr eine schonende Alternative, weiß Martina Schnell, Referentin für Heimtiere der Tierschutzorganisation Vier Pfoten: „Ständiges Zerren an der Leine, aber auch kurze scharfe Rucke zu ‚Erziehungszwecken’ können leicht zu Verletzungen der Luftröhre oder zur Verschlimmerung bereits vorhandener Krankheitsbilder (z.B. Halswirbelsäulensyndrom, Bandscheibenverschiebung) führen.“ Für Hunde mit Erkrankungen an der Wirbelsäule oder generell des Bewegungsapparates empfiehlt sich laut Vier Pfoten grundsätzlich die Verwendung eines Brustgeschirrs, auch wenn sie nicht an der Leine ziehen. Gleiches gilt für Hunde einiger kleinwüchsiger Rassen, die eine verstärkte Neigung haben, an einem Luftröhrenkollaps zu erkranken. 
 
Allerdings: Ein Brustgeschirr muss auch richtig sitzen, sonst kann es den Hund zum Beispiel unter den Läufen aufscheuern. Das Material sollte möglichst leicht, weich und gut gepolstert sein, damit keine Druckstellen entstehen. So sitzt ein Geschirr richtig: Beim Anpassen ist darauf zu achten, dass zwischen Achselhöhle und Seitengurt bei Welpen drei Finger und beim erwachsenen Hund eine Handbreit Platz bleibt. Der Metallring, der sich bei einigen Geschirren am Brustkorb befindet, darf nicht auf dem Brustknochen liegen. 
 
Und dennoch: Manche Hunde und ihre Halter kommen mit einem Geschirr einfach nicht gut klar, es gibt Vierbeiner, die ziehen mit Geschirr weit mehr als mit Halsband. In diesem Falle sollte man ruhig auch das gute alte Halsband verwenden, wenn der Hund damit schöner an der Leine geht. Man muss dann eben aufpassen, keine scharfen Leinenrucke zu geben, um Bello nicht zu verletzen, und sollte mit dem Hund auch das richtige Bei-Fuß-Gehen üben, damit dieser sich nicht angewöhnt, an der Leine zu ziehen und stets voraus zu stürmen.
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