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Das wöchentliche Training in einer Hundeschule kann richtig viel bringen und tierischen Spaß machen. Vorausgesetzt, man hat die richtige Einrichtung gefunden! Denn da die Berufsbezeichnung Hundetrainer nicht geschützt ist, gibt es auch etliche schwarze Schafe, die Hundekurse anbieten, ohne selbst viel Ahnung zu haben. Die Wahl der passenden Hundeschule ist daher sehr wichtig.
 

Neben Know-How muss diese auch eine für den Hundehalter individuell geeignete Trainingsmethode anbieten. Am besten machen Sie erstmal eine kostenlose Schnupperstunde und sehen Sie, ob Ihnen die Art des Unterrichts auch wirklich zusagt. Achten Sie darauf, dass Sie eine Hundeschule wählen, die nicht mit Bestrafung arbeitet, sondern mit positiver Verstärkung. Also lieber Leckerli statt Leinenruck - Ihr Hund wird es Ihnen danken und umso lieber und bereitwilliger lernen!

Wie aber findet man eine Schule, die auch wirklich weiter helfen kann? „„Für viele Ratsuchende ist es nicht immer leicht, fachkundige Hundetrainer von selbsternannten ‚Experten‘ zu unterscheiden“, erklärt Martina Schnell, Referentin für Heimtiere der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten„. Wer unsicher ist, sollte prüfen, ob der Hundetrainer eine verhaltensbiologische Ausbildung absolviert hat und über eine mehrjährige Praxis in der Arbeit mit Hunden verfügt. Zertifikate von anerkannten Verbänden, wie z.B. von der Bundestierärztekammer, geben weitere Sicherheit.“
 
„Eine der wichtigsten Vorraussetzung bei der Erziehung von Hunden sei es, dass der Halter das arttypische Verhalten seines Tieres erkennen kann und richtig deutet. „Gute Hundetrainer sind im Hundeverhalten und der Lernpsychologie bewandert und auch in der Lage, diese Kenntnisse an den Halter zu vermitteln.“ So sollte ein Hundetrainer nicht nur vermitteln können, wie der Hund „Sitz“ und „Platz“ lernt, sondern auch Rat und Hilfe bei allen möglichen Fragen des Alltags parat haben, von der Fütterung bis hin zu Problemen mit Artgenossen.
 

hundeschule.jpgWichtig ist, dass die „Chemie“ zwischen Hund, Halter und Ausbilder stimmt. Das Hund-Herrchen-Team sollte sich wohl fühlen. Dazu gehört auch eine stressfreie Atmosphäre:  Die Trainingsgruppe sollte maximal aus fünf Hunden bestehen. Vor Beginn des Trainings sollten sich die Tiere während einer Freilaufphase kennen lernen können. Hunde und Hundebesitzer werden mit Lob und positiver Verstärkung unterrichtet. Wenn Sie sehen, dass mit Würgeketten oder Zughalsbänder sowie Schläge oder Kommandogebrüll gearbeitet wird, lassen Sie unbedingt die Finger davon! In einer guten Hundeschule werden zudem keine aggressionsfördernden Übungen durchgeführt, wie zum Beispiel bei der Ausbildung von Polizei- und Schutzdiensthunden. Hunde mit aggressivem Verhalten oder Ängsten werden einzeln, außerhalb der Gruppe unterrichtet. Der Trainer erkennt, wenn einzelne Teilnehmer überfordert sind und reagiert darauf mit Pausen.

Welpen brauchen für eine positive Sozialisierung vor allem Kontakte und Spiele mit Artgenossen. Diese finden sie in einer guten Welpenspielgruppe mit gleichaltrigen und körperlich gleich großen Welpen. Um Ansteckungen auszuschließen, sollte die Einhaltung des tiermedizinischen Impf- und Entwurmungsplans verbindliches Aufnahmekriterium für die Welpengruppe sein. Dazu gehört auch, dass jeder Teilnehmer seinen Impfpass vorzeigen muss, wenn er in die Hundeschule eintritt. Nur so kann gewährleistet werden, dass auch wirklich jeder lang anhaltend Freude am Training hat.
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