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Durchfall beim Hund kann verschiedene Ursachen haben. Parasiten können daran schuld sein, eine Infektion, oder auch eine Unverträglichkeit des Futters. Auch Fremdkörper im Darm können eine Veränderung in der Konsistenz des Stuhlgangs auslösen. In den meisten Fällen genügt es, den Patienten erst einmal auf Diät zu setzen.
 
Einen Tag lang sollte der Hund gar nichts zu fressen bekommen, damit sich der Verdauungstrakt wieder beruhigt. Danach ist Diät angesagt. Am besten kocht man in dieser Zeit für den Hund, und zwar folgendermaßen: Kochen Sie einen Beutel Reis. Füllen Sie die Hälfte der Menge in den Napf und mischen Sie pro vier Esslöffel Reis einen Esslöffel Hüttenkäse dazu. Diese Nahrung geben Sie dann Ihrem Hund. Die meisten Vierbeiner fressen diese Diät gerne und bereitwillig. Wird der Durchfall nach einiger Zeit besser, können Sie gekochtes Putenfleisch darunter mischen, ebenso wie gekochte Karotten. Alternative: Ein paar Esslöffel Babygläschen Frühkarotten dazu geben. Das schmeckt den meisten Hunden bestens! Hat sich die Verdauung wieder eingependelt, dann füttern Sie weiter die Reismischung, mischen darunter aber das normale Nass- oder Trockenfutter, damit sich der Darm wieder daran gewöhnt.
 
Hilft die Diät nichts oder werden die Beschwerden äußerst akut, dann sollten Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn sich Blut im Stuhlgang befindet oder wenn sich der Hund gleichzeitig erbricht. Dann sollte man nicht selbst herumexperimentieren, sondern das Tier unbedingt dem Fachmann vorstellen. Dieser führt dann weitergehende Untersuchungen durch. Hinweise auf Parasiten bekommt man durch eine Untersuchung des Stuhls. Fremdkörper und Darmverschlüsse können durch Röntgenaufnahmen, manchmal nach der Gabe von Kontrastmitteln, sichtbar werden und müssen schnellstens behandelt werden.
 
Bei chronischem Durchfall empfiehlt sich eine Blutuntersuchung. Die meisten, harmlosen Arten von Durchfall kann man aber durch die oben genannte Diät gut selbst in den Griff bekommen. Vorsichtig sollte man in jedem Fall beim Wechseln des Futters werden: Ganz, ganz langsam auf eine neue Nahrung umstellen! Immer erst ein paar Brocken unter das alte Futter mischen, dann die Menge von Tag zu Tag erhöhen, bis sich der Hund daran gewöhnt hat. So lassen sich Futterunverträglichkeiten vermeiden.
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