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Berlin/München, 12.09.2007. Den einen trifft es unvorbereitet, beim anderen zieht sich der Leidensweg hin. Am Ende jedoch steht immer die Frage „Wohin mit meinem Haustier?“, nachdem es verstorben ist oder vom Tierarzt eingeschläfert wurde.

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., zeigt die Alternativen auf, die sich dem Tierbesitzer für diese unschöne Entscheidung bieten: „Der Halter hat im Prinzip die Wahl zwischen vier Möglichkeiten. Entweder er begräbt das Tier selber oder er lässt es einäschern oder aber er übergibt es einer Tierkörperbeseitigungsanlage. Es gibt darüber hinaus tatsächlich auch Tierfriedhöfe, die sind jedoch mit hohen Kosten verbunden.“

Will ein Tierhalter sein Tier selbst begraben, muss er einiges beachten: Bei der Grabstätte muss es sich um das eigene Grundstück handeln oder aber es liegt eine schriftliche Genehmigung des Grundstückeigentümers für die Beerdigung vor. Das betreffende Areal darf kein Wasserschutzgebiet sein und der Tierkörper muss mindestens fünfzig Zentimeter unter der Erdoberfläche zu liegen kommen. Sofern die Grabstelle zudem nicht an öffentliche Wege grenzt, steht der letzten Ruhestätte in freier Natur nichts entgegen.

Soll das Tier einem Krematorium überführt werden, kann aus Kostengründen eine so genannte Sammeleinäscherung gemeinsam mit anderen Tieren erfolgen. Doch auch einzelne Tiere werden eingeäschert. In diesem Fall bekommt der Besitzer auf Wunsch die Urne mit den Überresten sogar mit nach hause. Die Krematorien holen die Tiere bei Bedarf ab, sei es von zuhause oder vom Tierarzt. Die Gebühren richten sich nach der Größe des Tieres, eine Sammeleinäscherung für eine Katze liegt bei 75 €, Einzeleinäscherungen für große Hunde können je nach Anbieter 300 € kosten.

Die preisgünstigere Variante stellt die Tierkörperbeseitigungsanstalt dar. Bringt man den Tierkörper auch noch selber dorthin, entstehen die geringsten Kosten. Die toten Tiere werden zu Tiermehl verarbeitet, welches später z.B. als Brennstoff Verwendung findet.

Die Entscheidung ist Einstellungs- und Gefühlssache und muss von jedem Tierbesitzer im Einzelfall getroffen werden – am besten mit klarem Kopf schon bevor der traurige Tag Einzug gehalten hat.

 
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198
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