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Das Chinchilla (Chinchilla lanigera)  

Kurzbeschreibung: Das bei Dämmerung und in der Nacht aktive Chinchilla ist ein Säugetier und gehört zur Familie der Nagetiere. Besonders charakteristisch an dem mittelgroßen Nager ist das dicke, weiche Fell und der buschige Schwanz. Das Fell ist meistens graubraun, graublau oder grau, an der Unterseite ist es weiß. Insgesamt gibt es sieben Farbvarianten. Es werden zwei Arten der Eigentlichen Chinchillas unterschieden, die Kurzschwanz- und die Langschwanz-Chinchillas. Auffallend sind die großen Augen und die länglichen Ohren. Die in Südamerika heimischen Chinchillas einen noch viele Wildtiereigenschaften an sich, so dass die Zähmung etwas mehr Geduld braucht als zum Beispiel beim Hamster oder Meerschweinchen, mit der Zeit gelingt sie aber meistens dennoch. Chinchillas haben eine besonders lange Lebenserwartung. In ihrer natürlichen Umgebung leben die Nager in Gruppen zusammen. Sie sind Pflanzenfresser. Bei den Chinchillas ist das Weibchen schwerer als das Männchen. 

Verbreitung: Chichillas stammen aus Südamerika, hier in erster Linie Chile, Argentinien, Bolivien und das südliche Peru. 

Lebenserwartung:
Chinchillas werden locker 15 Jahre alt, bei guter Haltung können sie sogar ein Alter von mehr als 20 Jahren erreichen. 

Haltung:
Wer Chinchillas halten will, der braucht sehr viel Platz und muss außerdem im Hinterkopf haben, dass er für viele Jahre Verantwortung übernimmt, denn anders als zum Beispiel Hamster werden Chinchillas alt. Im Fachhandel gibt es spezielle Chinchillakäfige, geeignet sind aber auch große, geräumige Kaninchenkäfige. Wichtig ist es, dass der Käfig keine Plastikwanne als Untergrund hat, da Chinchilla sehr nagefreudig sind und alles anknabbern, Plasik könnte ihnen sehr gefährlich werden. Wer zwei Tiere hält, was empfohlen wird, der braucht eine Zimmervoliere. Diese kann man mit Kletterstangen und mehreren Ebenen ausstatten, so dass die Chinchillas herumklettern können. Die Näpfe müssen wie die Bodenwanne unbedingt aus nagerfesten Material sein, nicht aus Plastik. Zwei davon sind notwendig, außerdem brauchen Chinchillas ein Häuschen zum Schlafen, eine Heuraufe und eine Wassertränke. Empfohlen wird außerdem eine Schüssel mit Sand, um den Tieren ein Sandbad anzubieten. Zur Abwechslung kann man in Käfig und Voliere auch Äste von Obstbäumen oder Nussbäumen integrieren, auf denen die Tiere klettern können.  

Ernährung: Eine chinchilla-gerechte Ernährung ist überaus wichtig, da unsachgemäße Ernährung das Chinchilla-Leben erheblich verkürzen kann. Verfüttert sollten als Grundnahrung Chinchilla-Pellets und Heu werden. Achtung, die Tiere sind sehr verfressen, so dass sie schnell zunehmen. Eine Hand voll Heu pro Tag sowie zwei Esslöffel Pellets gelten als ideale Menge. Als Extras können Rosinen, hin und wieder eine Erdnuss, kleine Stückchen Äpfel, Bananen oder gelbe Rüben oder Knabberstangen aus dem Fachhandel angeboten werden, allerdings sollten auch diese Leckereien sehr sparsam eingesetzt werden. Wichtig sind Obstbaumzweige oder Nussbaumzweige zum Knabbern, denn dadurch schleifen sich die Zähne der kleinen Nagetiere ab. 

Fortpflanzung/Zucht: Chinchillas werden im Alter von rund acht Monaten geschlechtsreif. Ungefähr alle dreißig Tage, vorwiegend im Winter und im Sommer, sind Chinchillas paarungsbereit. Die Tragzeit beträgt zwischen 198 und 111 Tage, danach bringt das Weibchen zwischen ein und vier voll entwickelte Junge zur Welt, die rund sechs Wochen gesäugt werden. Kurzschwanz-Chinchillas werfen bis zu dreimal im Jahr, Langschwanz-Chinchillas bis zu zweimal. Die Jungen sind Nestflüchter und nehmen bereits in der ersten Woche ihres Lebens feste Nahrung zu sich, neben der Muttermilch. 

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