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Das Pferd (Equus ferus caballus) 

gabihugo2.jpgKurzbeschreibung: Das Pferd - beim Haustier spricht man auch vom Hauspferd - gehört zur Unterklasse der Höheren Säugetiere und zur Ordnung der Unpaarhufer. Vom Hauspferd gibt es zahlreiche Rassen auf der ganzen Welt, allein rund eine Million Pferde gibt es in Deutschland. Es ist die domestizierte Form des Wildpferdes. Größe und Gewicht hängt in starkem Maße von der Rasse ab. Ein Kaltblüter zum Beispiel ist weit schwerer als ein Warmblüter, ein Pony viel kleiner als ein Vollblüter. Grundsätzlich können Pferde bis zu einer Schulterhöhe von 2,20 Meter groß werden. Auch das Einsatzgebiet des Pferdes hängt oftmals von der Rasse ab. Viele Dressur- und Springpferde sind zum Beispiel Warmblüter, Rennpferde dagegen Vollblüter, und Ponys eignen sich allein aufgrund ihrer Größe gut für Kinder. Die Bezeichnung Kalt-, Warm- und Vollblut richtet sich nach dem Temperament der Tiere, während Ponys sich über die Größe definieren: Die Kleinpferde haben ein Stockmaß von unter 1,48 Zentimetern. Ein Pferd ist ein Zehenspitzengänger, ein Herdentier und ein Fluchttier, das bei Gefahr das Weite sucht. Farbenblind ist ein Pferd zwar nicht, aber nicht alle Farben können voneinander unterschieden werden. Pferde gibt es in den unterschiedlichen Fellfarben, vom Schwimmel (weiß) über den Falben (hellbeige) bis zum Rappen (schwarz). Ein männliches, unkastriertes Pferd heißt Hengst, ein kastriertes Wallach. Ein weibliches Tier nennt man Stute, das Jungtier Fohlen. 

Verbreitung: Pferde gibt es auf der ganzen Welt. Domestiziert soll das Wildpferd aber erstmals im Jahre 3000 vor Christus in Zentralasien sein worden, wurde durch Ausgrabungen festgestellt. 

Lebenserwartung: Ein Pferd wird im Schnitt über 20 Jahre alt. Auch eine Lebenserwartung von über 30 ist keine Seltenheit. 

Haltung: Die Haltung hängt in erster Linie davon ab, ob das Pferd ein Freizeitpferd oder Sportpferd ist. Grundsätzlich aber gilt: Wer ein Pferd hält, braucht nicht nur Zeit, sondern auch Platz und Geld. Regelmäßig sollte das Pferd auf die Koppel gelassen werden, steht es 24 Stunden im Stall, stumpft es ab und wird trübsinnig. Auch regelmäßige Bewegung ist wichtig: Reiten, longieren oder spazieren gehen mit dem Frühstrick ist neben dem Koppelgang, außer bei “Rentner-Pferden”, Pflicht. Auch ein Einsatz als Zugtier, zum Beispiel vor Kutschen oder in der Landwirtschaft, ist möglich - als Beispiel dienen hier die Rückepferde. Zu diesen Zug- und Arbeitstieren eigenen sich in erster Linie die schwereren Kaltblüter. 

Ernährung: Auch für Pferde gibt es fertiges Futter im Fachhandel, das alle Bedürfnisse abdeckt. Traditionell werden jedoch Heu, Stroh und - in geringerer Ration - Hafer gefüttert. Bei der Fütterung gilt, dass tragende und säugende Stuten einen erhöhten Eiweißbedarf haben, ebenso Fohlen und Jährlinge. Gefüttert werden können auch Mash und Weizenkleie sowie Gerste und Mais. Als kleines Extra freuen sich Pferde über Äpfel und Karotten, hin und wieder mögen manche auch ganz gern eine Banane. Auf das weit verbreitete Zuckerstück sollte man allerdings verzichten. Stattdessen muss das Tier stets genügend Raufutter bekommen. 

Fortpflanzung/Zucht: Eine Stute wird rossig, wenn sie ungefähr zwei Jahre alt ist, und zwar im Abstand von ungefähr drei Wochen. Dann ist sie empfängnisbereit und kann gedeckt werden - entweder im Natursprung oder durch künstliche Befruchtung. Nach elf Monaten erfolgt die Geburt, und zwar in der Regel im Frühjahr. Diese findet nachts und im Liegen statt und dauert ohne Komplikationen rund 20 Minuten. Bereits ein paar Minuten nach der Geburt versucht das Fohlen aufzustehen. Es wird gesäugt, bis es etwa sechs Monate alt ist. In der Natur bleibt das Fohlen ein ganzes Jahr lang bei seiner Mutter. 

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