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Die Hausratte (Rattus rattus) 

Kurzbeschreibung: Sie findet als Haustier nicht bei jedermann Zustimmung, hat aber unter ihren Haltern viele Fans: Die Ratte. Freunde von Ratten schätzen ihr lebhaftes Wesen und ihre Klugheit, Ratten kann man aufgrund ihrer großen Intelligenz sehr leicht kleine Tricks beibringen. Ratten zählen zur Ordnung der Nagetiere und zur Familie der Langschwanzmäuse. Sie haben nur einen Schneidezahn, weisen eine gespaltene Oberlippe auf und besitzen eine spitze Schnauze. Charakteristisch ist der lange Schwanz. Ratten sind dämmerungsaktiv und gesellig, sie sollten nicht allein gehalten werden, sondern in Sippen- oder zumindest Paarhaltung. Die Wanderratte als Haustier gibt es in fünf Haupt-Farbvarianten. Die Größe beträgt 21 bis 28 Zentimeter, den Schwanz mit eingerechnet, sind die Tiere beinahe doppelt so lang. Die schwarze Hausratte ist kleiner. Ratten besitzen keine Schweißdrüsen. Sie können sehr leicht gezähmt werden und werden dann so zutraulich, dass sie gerne auf der Schulter ihres Halters sitzen, am liebsten stundenlang. Sie haben kein räumliches Sehvermögen.  

Verbreitung: Die meisten Arten kommen in den tropischen Wäldern vor, ganz besonders viele gibt es in Südostasien. Inzwischen sind viele Arten auf der ganzen Welt verbreitet, sie kamen über Indien nach Südostasien bis nach Australien.  Lebenserwartung: Ratten werden nicht sehr alt, ihre Lebenserwartung beträgt nur rund drei Jahre. 

Haltung: Ratten gelten als ganz besonders soziale Tiere und sollten nicht einzeln gehalten werden. Ist dies doch der Fall, muss der Mensch den Sozialpartner spielen und sich viel mit dem Nager beschäftigen. Besser ist allerdings Paarhaltung und noch besser Sippenhaltung. Ratten haben ein sehr hierarchisches soziales System, bei dem sich die Sozialpartner gegenseitig mit Urin markieren, so dass der Gruppenzusammenhalt gewährleistet ist. Ratten spalten die Tierhalterwelt, die einen lehnen die Tiere ab, die anderen sind von ihnen begeistert. Geschätzt wird vor allem ihre Zutraulichkeit und Anhänglichkeit sowie ihre Intelligenz. Unter Jugendlichen ist die Ratte ein beliebtes Heimtier. Ratten lernen, auf ihren Namen zu hören und können sich einzelne Wörter einprägen. Mit ihnen kann man Tricks und Kunststückchen lernen, die Tiere haben daran große Freude. Es ist daher wichtig, seinen Nager geistig auszulasten und ihm Freilauf und Spielmöglichkeiten zu geben. Nötig ist ein möglichst großer Käfig, wie er auch für Hamster verwendet wird. Diesen stattet man möglichst abwechslungsreich aus, mit diversen Versteck- und Klettermöglichkeiten, damit keine Langeweile aufkommt. Außerdem braucht man Pressspan-Einstreu, als Unterlage für die Bodenwanne Zeitungspapier sowie eine Wassertrinkflasche und einen Futternapf. Toll für die Tiere sind Leitern und Äste zum Herumklettern, sie mögen außerdem gerne Röhren zum Hindurchkriechen, Pappkartons, Schachteln und eine Sandkiste. Von Höhlen und Labyrinthen werden Ratten geradezu magisch angezogen. Der Phantasie des Halters bei der Käfigausstattung sind kaum Grenzen gesetzt. 

Ernährung: In Sachen Nahrung sind Ratten sehr anpassungsfähig. In der Natur fressen sie so gut wie alles. Für Heimtiere empfiehlt es sich allerdings, ungezuckertes Früchtemüsli beziehungsweise Hamsterfutter anzubieten. Wichtig ist hartes Brot, damit sich die Zähne abnagen. Auch Saftfutter ist sehr geeignet. Dieses reicht man am besten als Leckerli während des Freilaufs. Verzichten sollte man auf stark gesalzene und gewürzte Essensreste, eine Nudel oder ein Stückchen Käse kann man jedoch hin und wieder verfüttern. 

Fortpflanzung/Zucht: Geschlechtsreif werden Ratten mit sieben bis neun Wochen. Bis zu neun Würfe im Jahr können sie haben. Weibchen tragen zwischen 21 und 24 Tagen und gebären bis zu 20 blinde und nackte Jungtiere, durchschnittlich sind es jedoch meistens fünf bis sieben pro Wurf. Das Geburtsgewicht beträgt vier bis sechs Gramm, die Jungtiere werden drei, maximal vier Wochen gesäugt. 

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