Drucken

Das Zwergkaninchen (cuniculus) 

Kurzbeschreibung: Das Zwergkaninchen gehört zu den Hauskaninchen, der domestizierten Form der Wildkaninchen, und zwar zu den kleinwüchsigen Vertretern. Es wird entweder zur Zucht gehalten, oder aber als Haustier, und zwar am besten in Gruppenhaltung oder wenigstens zu zweit, denn Kaninchen sind sehr gesellige Tiere.

Foto: Kaninchen (aboutpixel.de - Mosquita)

Allerdings sollten die Tiere von Anfang aneinander gewöhnt werden, denn bei der Integration eines neuen Kaninchen kann es zu Rangkämpfen kommen. Die Verständigung untereinander erfolgt über Duftstoffe, aber auch durch Körper- und Lautsprache. Kaninchen sind Fluchttiere. Ihre Farbwahrnehmung unterscheidet sich von der des Menschen, sie sind rotgrünblind und außerdem weitsichtig. Es gibt mehrere Zwergkaninchenrassen und über 100 Farbnuancen. 

Verbreitung: Kaninchen kommen ursprünglich aus Spanien, sind inzwischen aber auf der ganzen Welt als Haustier verbreitet. In Deutschland gibt es fast 200.000 Kaninchenzüchter. 

Lebenserwartung: Die Lebenserwartung von Zwergkaninchen beträgt sieben bis elf Jahre. 

Haltung: Da Zwergkaninchen von Natur aus Gruppentiere sind, sollten sie unbedingt mit mindestens einem Artgenossen gehalten werden. Weder der Mensch noch ein anderes Tier (z.B. Meerschweinchen) kann den Sozialpartner ersetzen. Kaninchen sind für Kinder recht gut geeignet, vorausgesetzt, man bringt bei der Zähmung die notwendige Geduld auf. Kinder müssen lernen, dass sie den neuen Hausgenossen erst nach ein paar Tagen, nachdem er sich etwas eingewöhnt hat, auf den Schoß nehmen dürfen. Der Käfig sollte so groß wie möglich sein, wer geschickt ist, kann selber ein Kaninchenhaus bauen, das dem Tier genügend Platz und Auslauf bietet. Ansonsten sollte man auf eine möglichst große Variante mit ausreichender Stehhöher, festem Gitter und einer hohen Plastikwanne aus dem Handel zurückgreifen. Als Ausstattung reichen zwei Futternäpfe, eine Wasserflasche und eine Heuraufe, die an den Gitterstäben befestigt wird. Als Bett dient eine Unterlage aus Stroh und Heu. Außerdem ist spezielle Einstreu nötig, die es im Fachhandel gibt. Der Pflegeaufwand beim Zwergkaninchen ist relativ gering. Täglich müssen die Näpfe und die Trinkflasche gereinigt werden, etwa zweimal pro Woche der gesamte Käfig. Hin und wieder kann man sein Tier bürsten, vor allem, wenn es sich im Haarwechsel befindet. Ansonsten ist nur etwas Zeit nötig, denn das Kaninchen möchte beschäftigt und gestreichelt werden und täglich seinen Auslauf bekommen. Anzuraten ist ein auch ein genügend großes, ausbruchsicheres Freigehege, in dem das Kaninchen hoppeln und grasen kann. 

Ernährung: Bei der Ernährung eines Kaninchen kann der Halter durchaus viele Fehler machen. Nicht jedes Kaninchen verträgt jedes Obst, und die Tiere fressen auch Grünfutter, das ihnen schaden kann. Daher verwendet man am besten eine fertige Körnermischung aus dem Fachhandel als Grundfutter. Als Plus gibt es regelmäßig frisches Grünfutter, zum Beispiel Löwenzahn und Klee, sowie frisches Heu. Hin und wieder kann man ein Stück Apfel anbieten oder eine kleine Möhre. Unbedingt braucht das Kaninchen etwas zum Nagen, damit sich die Zähne abnutzen können. Im Handel gibt es spezielle Knabberstangen, diese sind aber sehr gehaltvoll, so dass man sie maßvoll einsetzen sollte. Besser ist hin und wieder ein hartes Stückchen Brot, geeignet ist aber auch ein Obstbaumzweig zum Benagen.

Fortpflanzung/Zucht: Die Geschlechtsreife erfolgt beim Zwergkaninchen wie bei allen Kaninchen kleiner Rassen im Alter von rund drei bis fünf Monaten. Die Tragzeit beträgt rund 31 Tage, geworfen werden zwischen vier und zehn Jungtiere. Diese sind nackt, taub und blind. Gesäugt wird etwa drei Wochen. Etwa eine Woche nach der Geburt kann die Häsin bereits wieder gedeckt werden. 

Joomla SEO by AceSEF