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Mit dem Sommer hat auch die Reise-Saison wieder begonnen. Für Tierhalter gilt es vorab einiges zu planen, damit das Haustier nicht auf der Strecke bleibt. Im Prinzip hat man die Wahl zwischen drei Möglichkeiten.

1. Eine Urlaubsvertretung finden, die das Tier vor Ort versorgt
2. Das Haustier in Urlaubspflege geben (z.B. Tierpension)
3. Das Haustier mitnehmen

Für welche Alternative man sich entschiedet, hängt vor allen Dingen auch davon ab, um was für ein Haustier es sich handelt. Bei Haustieren, die in Käfigen untergebracht sind, wie z.B. Kaninchen, Meerschweinchen oder Wellensittiche, wird man sich wohl für Punkt eins oder zwei entscheiden. Wichtig ist, dass die Pflegeperson genau über die Bedürfnisse des Tieres informiert ist. Am besten ist es, wenn ein Plan aufgestellt wird, in dem steht, was wann gefüttert werden soll und welche Pflegemaßnahmen wie oft zu verrichten sind. Auf dem Plan sollten auch Besonderheiten festgehalten werden (z.B. Futterunverträglichkeiten). Sie sollten auch nicht vergessen, eine Telefonnummer und die Adresse ihres Urlaubsdomizils zu hinterlassen, damit Ihre Urlaubsvertretung Sie notfalls kontaktieren kann.

Terrarientiere, wie z.B. Echsen und Schlangen, lässt man in den meisten Fällen in ihrer gewohnten Umgebung, da der Transport eines Terrariums sonst oft mit großem Aufwand verbunden ist. Man sollte auch bedenken, dass es für die Tiere Stress ist, wenn sie umgesiedelt werden, denen man ihnen besser ersparen sollte. Bei Reptilien und Co. ist es besonders wichtig, dass die mit der Pflege betreute Person sich mit den jeweiligen Terrarientieren auskennt, am besten selber welche hat, da die Ansprüche dieser Exoten oft sehr speziell ist. Nicht jeder mag auch gerne Insekten oder gar Mäuse verfüttern!

Die dritte Möglichkeit – das Haustier mitzunehmen – kommt wohl meistens nur bei Hunden oder Katzen in Frage. Bei Katzen sollte jedoch bedacht werden, dass diese sehr ortstreue Tiere sind, die besser in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und dort betreut werden sollten.

Hunde sind gerne bei ihrer Familie und werden daher oft mit in den Urlaub genommen. Vorab sollte man sich informieren, ob Hunde in dem Hotel oder Ferienhaus Hunde erlaubt sind. Ebenso sollte man sich erkundigen, ob die Umgebung „hundegerecht“ ist, also z.B. Freilaufflächen vorhanden sind. Nach Möglichkeit sollte man aber dann mit dem Auto verreisen, da ein Flug sehr großen Stress für den Hund bedeutet. Bei der Autofahrt hat man auch den Vorteil, dass man regelmäßige Pausen einlegen kann, in denen der Hund Wasser trinken und seine Geschäfte verrichten kann. Allerdings darf es nicht zu heiß im Auto werden. Falls das Auto über keine Klimaanlage verfügt, sollte die Reise daher am besten auf die Nacht oder die Morgen- bzw. Abendstunden gelegt werden. Falls man ins Ausland verreist, sollte man sich über die Einreisebestimmungen informieren.

Bei Reisen innerhalb der EU muss man den EU-Heimtierausweis bei sich führen. Wichtig ist es auch, Kenntnis über mögliche Reisekrankheiten zu haben, die ihr Hund in dem Urlaubsland bekommen könnte, um einer Infektion vorbeugen zu können. Vor allen Dingen im Mittelmeerraum stellen Krankheiten wie Leishmaniose, Babesiose und Herzwürmer eine Bedrohung für den Hund da. Wer plant, in eine solche Region zu reisen, sollte sich daher beim Tierarzt informieren, wie man seinen Hund vor einer Ansteckung am besten schützen kann. Falls eine Mitnahme des Hundes nicht möglich ist oder man mal ohne seinen Vierbeiner verreisen möchte, muss man sich vorab um ein gutes Plätzchen kümmern. Am besten ist es, wenn die Pflegeperson den Hund bereits kennt. Es ist auch möglich, den Hund in einer Tierpension unterzubringen. Von dieser sollte man sich aber vorher ein genaues Bild machen.
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