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Berlin / München, 04.08.2010. August, es herrscht Hochsaison für Feste aller Art. Unausweichliche Folge dessen, sind Scherben an den unmöglichsten Orten. Wiesen, kleine Bäche, Biergärten, Grillplätze, nirgendwo ist der Vierbeiner mehr sicher. Überall läuft der Barfußgänger Hund Gefahr, sich üble Schnittverletzungen im Bereich der Pfoten zuzuziehen. Verletzt sich das Tier, betrachtet der Tierbesitzer oft verzweifelt das Unglück und weiß sich nicht zu helfen.

„Vielfach sieht es schlimmer aus, als es ist. Der Schnitt blutet meist ganz fürchterlich“, weiß Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. Wenn möglich, ist die wichtigste Maßnahme, die Verletzung mit klarem Wasser zu spülen. Etwaige Fremdkörper wie Splitter oder kleine Steinchen sollen dabei entfernt werden. Hat der Besitzer kein Verbandszeug dabei oder traut er sich nicht, einen Verband anzulegen, ist das in aller Regel nicht dramatisch. „Kein Verband ist viel besser, als ein schlecht angelegter“, betont Frau Dr. Hölscher. „Beim Anlegen eines Pfotenverbandes kann man viel falsch machen und das Ganze wird erst richtig schlimm“, warnt sie weiter.

Pfotenverletzungen benötigen ohne Verband zwar länger bis eine vollständige Heilung erfolgt. Außerdem kann es passieren, dass die Stelle nach beginnender Abheilung bei Belastung erneut aufreißt. „Zu Entzündungen oder anderen schwerwiegenden Komplikationen kommt es jedoch nur Ausnahmefällen“, beruhigt Frau Dr. Hölscher. „Auf der anderen Seite sieht man in der Praxis häufig dramatische Krankheitsverläufe als Folge von unsachgemäß angelegten Verbänden“, beschreibt sie ihre Erfahrungen.

Tierbesitzer sind also gut beraten, Verbände vom Fachmann anlegen zu lassen. Ist dies nicht möglich, heilt die Pfote nach gründlicher Reinigung fast immer auch ohne Verband.

Quelle: Pressemitteilung von
aktion tier – menschen für tiere e.V.

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