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Kaum ein Haushalt, in dem nicht nach dem Essen auch ab und an vom Tisch etwas für den Vierbeiner darunter abfällt. In Maßen ist dagegen auch nichts einzuwenden – solange die Essensreste kein Schweinefleisch enthalten.

„Schweinefleisch ist für Hund und Katze extrem gefährlich“, warnt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. Vor allem rohes Fleisch, wie es zum Beispiel in Zwiebelmett-wurst enthalten ist, kann für unsere Haustiere tödlich sein. „Das Fleisch enthält unter Umständen einen Krankheitserreger, der für Menschen weitgehend ungefährlich ist“, erklärt die Tierärztin die näheren Umstände, „daher werden Schlachttiere im Schlachthof nicht auf diese Krankheiten untersucht“, führt sie weiter aus.

Bei Tieren hingegen löst der Erreger die so genannte Pseudowut aus. Es handelt sich um ein Virus namens Aujeszky. Erste Symptome einer Erkrankung sind starker Juckreiz. Später ähneln die Krankheitsmerkmale denen einer Tollwutinfektion. Dann versterben die Tiere.

„Einzig wirksame Prophylaxe ist auf die Verfütterung von Schweinefleisch komplett zu verzichten“, empfiehlt Frau Dr. Hölscher. Gekochtes Fleisch hingegen ist normalerweise ungefährlich. Den Vorgang des Erhitzens überlebt das Virus in der Regel nicht. Da es jedoch keinerlei erfolgsversprechende Behandlung von erkrankten Tieren gibt, sollten Tierhalter kein Risiko eingehen und auf Schweinefleisch gänzlich verzichten.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.


Quelle: Pressemitteilung von aktion tier - menschen für tiere e.V.

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