Drucken

„Mein Hund ist krank, er verliert Haare ohne Ende“, so oder so ähnlich lautet derzeit ein häufiger Vorstellungsgrund in den Tierarztpraxen. Die Tierbesitzer sind verzweifelt. In jeder Wohnungsecke sammeln sich riesige Büschel ausgefallenen Fells.

„Die Besitzer können oft kaum glauben, was da für Haarberge von ihrem Tier herunter kommen“, berichtet Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V. aus ihrer Praxis. „Doch solange der Vierbeiner keine kahlen Stellen im Fell entwickelt, ist alles ganz normal“, beruhigt sie die besorgten Tierhalter. Hinter diesem Phänomen steckt schlicht der Jahreszeitenwandel: Unsere Haustiere befinden sich sobald wärmere Tage anbrechen im Fellwechsel. Das gesamte Winterfell geht aus und wird durch leichteres Sommerfell ersetzt. Dieser Prozess kann sich über mehrere Wochen hinziehen. Dem Tier geht es durchaus gut dabei. Auch ziemlich zerzaust aussehende Ponys, Rinder und Pferde auf den Weiden sind optisch durch den Fellwechsel gebeutelt.
Sie selber kümmert das herzlich wenig. „Einzig wenn sich haarlose Stellen entwickeln oder das Fell stumpf und schuppig erscheint, sollten Besitzer das Tier einem Tierarzt vorstellen“, grenzt Frau Dr. Hölscher krankhaftes Geschehen vom natürlichen Fellwechsel ab. Vermehrter Juckreiz spricht ebenfalls für pathologische Vorgänge. In diesen Fällen kann ein Pilz, Parasiten oder eine Stoffwechselerkrankung Ursache für die Fellveränderungen sein. Ansonsten ist Mittel der Wahl der Staubsauger. Er sorgt dafür, dass auch Haushalte mit mehreren Tieren zu dieser Jahreszeit bewohnbar bleiben.


Quelle: Pressemitteilung von aktion tier - menschen für tiere e.V.

Joomla SEO by AceSEF