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Hamburg, 27.07.2011 – Erneut ist ein Kind in Folge einer Beißattacke verletzt worden. Ein Achtjähriger wurde in Herdecke/Nordrhein-Westfalen von einem freilaufenden Schäferhund gebissen, obwohl das Tier von den Besitzern zurückgerufen wurde. VIER PFOTEN warnt davor, die Schuld bei dem Tier zu suchen und klärt über die Rolle der Hundehalter auf.

Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN: „ExpertInnen im In- und Ausland sind sich einig, dass die Rassezugehörigkeit kein ausschlaggebender Faktor ist, der einen Hund automatisch als aggressiv ausweist. Es ist der Faktor Mensch, der für das Fehlverhalten der Tiere verantwortlich ist.“ Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund oder gar Gewalt gegenüber dem Tier führen nicht selten zu gefährlichem Verhalten. Falsch gehalten und nicht verstanden kann jeder Hund aggressiv werden – egal ob Pekinese oder Rottweiler.

Rasselisten, die je nach Bundesland unterschiedliche Hunderassen als gefährlich einstufen, sind nicht nur irreführend und mit Vorurteilen belastet, sondern bringen auch keinen Nutzen für die öffentliche Sicherheit. „Ein verantwortungsloser Halter kann auch einen Schäferhund, der beispielsweise die Beißstatistiken anführt und nicht auf der Liste gefährlicher Hunde geführt wird, durch falsche Erziehung oder die entsprechende Ausbildung „scharf“ machen“, so Birgitt Thiesmann. „Ebenso verhält es sich mit allen anderen Rassen, die nicht als sogenannte „Kampfhunde“ geführt werden.“ VIER PFOTEN plädiert daher für die Einführung eines Hundeführscheins sowie strenge Regelungen für Hundetrainer.

Erziehung, die auf Unterdrückung, Einschüchterung und Strafe basiert, kann aus dem liebsten Hund einen aggressiven Beißer machen. „VIER PFOTEN empfiehlt ein partnerschaftliches Training, das durch Belohnung und Motivation eine funktionierende Mensch-Hund-Beziehung garantiert und letztendlich damit auch Sicherheit gewährleistet“, so Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN.

Quelle: Pressemittelung von
VIER PFOTEN


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