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Allergien haben in den vergangenen Jahrzehnten in den Industrienationen zugenommen und kommen leider nicht nur bei Menschen vor. Auch Hunde und Katzen entwickeln zunehmend Allergien; in den meisten Fällen handelt es sich um Allergien gegen Futtermittelbestandteile.

 Bemerkbar machen sich Allergien gegen Futtermittelbestandteile häufig durch folgende Symptome:

Da fast 90 Prozent der allergischen Reaktionen über die Haut erfolgt und zu starkem Juckreiz führt, kommt es in der Folge häufig zu Haarverlust oder Kratzverletzungen, aber auch Schuppen- und Krustenbildung sind ein Indiz für allergische Reaktionen. Bedingt durch die Kratzverletzungen können bakterielle Infektionen entstehen, die das Leiden des geliebten Vierbeiner verschlimmert.

Was kann man dagegen tun? Wie kann man eine Futtermittelallergie als solche überhaupt erkennen?

Wenngleich man als besorgter Haustierbesitzer bei den auftretenden Symptomen wahrscheinlich sehr bald einen Tierarzt aufsuchen wird, sollte man sich Gedanken machen, was die Ursache für eine mögliche Allergie bei dem Hund oder der Katze sein könnte. Ganz wichtig: Allergien gegen Futterbestandteile können auch erst nach Monaten oder Jahren auftreten! Auch wenn es bisher nie Probleme mit der Fütterung von einem bestimmten Nahrungsmittel oder dem Futter einer qualitativen Marke gab, kann sich im Laufe der Zeit eine Allergie entwickeln.

Mehrere Studien haben ergeben, dass Rind, Lamm, Huhn, Eier, Milchprodukte, Weizen, Soja, Schwein und Mais beim Hund zu den häufigsten Allergenen gehören. Bei den Katzen lösen vor allem Rind, Milchprodukte und Fisch die allergischen Reaktionen aus.

Der Tierarzt kann durch Blut- und Hautallergietests die Wahrscheinlichkeit einer Allergie gegen ein Futtermittelbestandteil bestimmen, eine eindeutige Diagnosestellung erweist sich in den meisten Fällen jedoch als sehr schwierig.

Diagnosestellung durch eine Ausschlussdiät

Erst eine sogenannte Ausschlussdiät gibt oft Aufschluss darüber, was der Hund oder die Katze nicht verträgt. Über einen Zeitraum von 8-12 Wochen wird auf bestimmte Futtermittelbestandteile (z.B. Rind) verzichtet. Klingen die Symptome in diesem Zeitfenster ab, könnte man sich auf dem richtigen Weg befinden. Gewissheit erhält man, wenn man nach dieser Zeit eine Provokation mit dem alten Futter herstellt. Tauchen die Symptome alsdann wieder auf, kann von einer Unverträglichkeit gegenüber diesem Lebensmittel ausgegangen werden. Um die Diagnostik nicht zu verfälschen, muss streng darauf geachtet werden, dass das betroffene Haustier unter keinen Umständen – durch andere Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn oder das Anlecken und Fressen von Kot – unkontrolliert Futter aufnehmen kann. Steht die Diagnose eindeutig fest, ist ein lebenslanger Verzicht auf den Allergie auslösenden Nahrungsbestandteil zu empfehlen.

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