Mal ganz ehrlich: Wenn man ein drolliges kleines Fohlen auf staksigen Beinchen munter herumspringen sieht, geht nicht nur eingefleischten Pferdefreunden das Herz auf. Und Züchter und Liebhaber verfolgen mit großer Begeisterung die Aufzucht des Kleinen. Bevor es aber soweit ist und das süße Wesen zur Welt kommt, muss sich derjenige, der seine Stute bedecken lassen möchte, erst einmal gründlich Gedanken machen, wie das Ganze erfolgen sollte.

Künstliche Besamung oder Natursprung oder Decken an der Hand - was ist der bessere Weg? Wir erklären Ihnen den Unterschied. Egal, ob es sich um eine Hobby-Zucht und um einen professionellen Züchter handelt, egal, ob die zu bedeckende Stute eine Dressurhoffnung, ein Springpferd, ein Rennpferd oder ganz einfach ein feines Freizeitpferd hervorbringen soll: Vorher muss der richtige Weg der Bedeckung festgelegt werden. Zunächst einmal muss die Grundvoraussetzung stimmen: Die Stute muss rossig sein, außerdem sollte sie mindestens ein Lebensalter von drei Jahren aufweisen, gleichzeitig aber nicht zu betagt sein, um Komplikationen bei der Geburt für Stute und Fohlen zu vermeiden.

Vorher sollte man sich natürlich Gedanken gemacht haben, wer als Vater fungieren soll. Dabei sollten Exterieur und Charakter von Mutterstute und Vaterpferd gut zusammen passen. Viele Züchter achten auf prämierte und gekörte Hengste.

Bei der künstlichen Besamung haben Stute und Hengst keinen Kontakt, die Besamung erfolgt über den Tierarzt. Der Stute wird das bis zum Gebrauch konservierte Sperma - oft handelt es sich dabei um Gefriersamen - mit einer Pipette eingespritzt, wenn der Zeitpunkt günstig erscheint.

natursprung3.jpgDie zweite Möglichkeit ist der so genannte Natursprung. Dabei kommen Hengst und rossige Stute gemeinsam auf die Weise, und der Deckakt wird auf natürlichem Wege durchgeführt. Dabei “bespringt” der Hengst die Stute (siehe Bild). Als Nachteil gilt dabei ein gewisses Verletzungsrisiko, da manche Stuten nach den Hengsten auskeilen.

Als dritte Variante gibt es noch das so genannte Decken an der Hand, das jedoch sehr umstritten ist, da dabei sowohl Stute und Hengst fixiert werden - der Stute bindet man dabei nicht selten die Beine zusammen. Angeblich ist hier die Trächtigkeitswahrscheinlichkeit deutlich geringer als beim Natursprung und bei der künstlichen Besamung.

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