Die Haltung von Reptilien erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Doch häufig werden die faszinierenden Exoten leider falsch gehalten, was nicht selten den Tod für das Reptil bedeutet. Wenn man selber plant, sich beispielsweise eine Schlange, Schildkröte oder Echse ins Haus zu holen, sollte man einige Dinge beachten.

Vor der Anschaffung ist es sehr wichtig, dass man sich zunächst eingehend informiert. Ein Spontankauf ohne vorherige Information hat oft üble Folgen. Wer schon mit der Reptilien-Haltung vertraut ist oder über Erfahrungen mit anderen Terrarien-Tieren verfügt, der wird es sicher etwas einfacher haben. Trotzdem sollte man sich immer erst gute Literatur zu dem jeweiligen Tier zulegen. Weitere Informationen bieten Internetseiten und Diskussionsforen. Man sollte sich auch nicht scheuen, erfahrene Halter zu kontaktieren und mit Fragen zu löchern. Auf keinen Fall sollte man sich nur auf die Informationen vom Zoohändler um die Ecke verlassen. Am besten ist es, seine Informationen aus vielen unterschiedlichen Quellen zu beziehen.  

Als Anfänger sollte man sich sowohl im eigenen Sinne als auch im Sinne des Tieres sich besser für ein Reptil entscheiden, was verhältnismäßig robust ist und einem schon mal kleine Anfängerfehler verzeiht. Damit man Freude an dem Reptil hat, sollte es trotzdem natürlich der eigenen Vorstellung von dem „Wunschtier“ möglichst nahe kommen. Wer z.B. mit der Haltung von Echsen liebäugelt, für den wären möglicherweise Bartagamen oder Leopardgeckos etwas. Aber auch wenn man sich für ein sogenanntes „Einsteigertier“ entscheidet, muss man sich genau informieren, welche Mindestanforderungen (z.B. Terrariumgröße, Beleuchtung, Terrarium-Einrichtung, Ernährung, Wärme, Luftfeuchtigkeit) das Tier benötigt. Nur wenn man in der Lage ist, diese dem Reptil zu geben, sollte man an die Anschaffung überhaupt erst denken.

Außerdem sollte man bedenken, dass möglicherweise mit Ihrem Reptil noch weitere Tiere in Ihr Haus einziehen: Viele Reptilien brauchen Lebendfutter, was ebenfalls bis zur Verfütterung gut versorgt werden muss. Während kleinere Echsen oftmals nur Insekten (Grillen, Heimchen, Heuschrecken usw.) fressen, brauchen Schlangen in der Regel kleine Säugetiere wie Mäuse und Ratten.  

Auch steigt der Stromverbrauch je nach Reptil möglicherweise rapide an. Die lichthungrigen Steppen- und Wüstentiere haben beispielsweise sehr hohe Anforderungen an die Beleuchtung.  Zu bedenken ist auch, dass Reptilien keine Schmusetiere sind. Dies kann man nicht oft genug betonen. Man sollte sie nicht mit sich herumtragen oder in der Wohnung herumlaufen lassen. Im Terrarium findet das Reptil schließlich die Vegetation und das Klima vor, das es braucht. 

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