München/Berlin, 17.09.07. Die Brunftzeit der Rothirsche hat begonnen (Mitte September bis Mitte Oktober) und besonders in dieser Zeit nehmen Verkehrsunfälle auf Straßen, die von Wäldern begrenzt sind, in erheblichem Maße zu. Die Tiere folgen jetzt nur noch ihrem Trieb und vergessen dabei jedwede Vorsicht beim Überqueren von Straßen.

Vor allem in den Regionen des Mittelgebirges, der Alpen und der Lüneburger Heide ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten, da es sich hier um die großen Rückzugsgebiete des Rotwildes handelt. Zumeist sind die Straßenabschnitte, die besonders gerne zum Wechseln von Wild genommen werden mit Wildwechsel -Warnschildern versehen. Aber auch auf Straßenabschnitte, die durch keine solcher Warnschilder gekennzeichnet sind, ist erhöhte Vorsicht geboten. So wies 2001 das Landgericht Coburg eine Klage eines Autofahrers ab, der sich nach einem Unfall mit einem Wildtier darauf berief, dass eine entsprechende Beschilderung gefehlt hätte. Die Begründung des Gerichts: Wer durch einen Wald fährt, muss mit Wildwechsel rechnen, auch wenn kein Schild darauf hinweist.

„ Autofahrer sind deshalb, wenn sie durch Waldstücke fahren, gut beraten die Geschwindigkeit auf mindestens 50 km/h zu drosseln,“ so Judith Brettmeister, von der Geschäftsstelle aktion tier e.V. – münchen, „und vor allem ist es auch sinnvoll die Seitenränder im Blick zu haben.“

Doch die Gefahr ist Mitte Oktober noch nicht vorbei, denn dann beginnt das Damwild mit der Brunftzeit bis Mitte November. Das Damwild hält sich nicht nur in Wäldern auf, sondern steht häufig auf Wiesen und Feldern. Auch ist das Damwild im Gegensatz zum Rotwild tagaktiv, sehr unruhig und wechselt bei Störungen ihren jeweiligen Standort weitläufig.

Passiert ein Unfall mit einem Wildtier, muss unbedingt die  Polizei benachrichtigt werden, damit ein verletztes oder ein verletzt flüchtendes Tier vom zuständigen Jagdaufseher von seinen Qualen erlöst werden kann. Zudem riskiert ein Autofahrer, der einen Wildunfall nicht meldet, eine  Anzeige wegen Fahrerflucht.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier - Geschäftsstelle München,
Tel.: 089 – 75 969 252
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