Wie australische Wissenschaftler in einer Studie herausfanden, unterscheiden sich kurzschnäuzige Hunderassen, wie Boxer oder Möpse, nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in ihrer Gehirnstruktur von ihren langschnäuzigen Artgenossen.

Michael Valenzuela und sein Team von der University of New South Wales in Sydney haben sich Magnetresonanz-Bilder von insgesamt 13 Hundegehirnen angeschaut. Dabei handelte es sich um die Gehirne von 11 kürzlich verstorbenen sowie zwei lebenden Tieren. Die untersuchten Hunde gehörten unterschiedlichen Hunderassen mit verschiedenen Schnauzenlängen an.

Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Gehirn der kurzschnäuzigeren Rassen um bis zu 15% nach vorne gedreht ist. Sie stellten außerdem fest, dass das Riechzentrum sich weiter nach unten verschoben hat.

Lisa Collins vom Royal Veterinary College in Hatfield (UK) zufolge sei dies der erste Hinweis darauf, dass die selektive Zucht bestimmer definierter physischer Merkmale eine Auswirkung auf die Gehirnstruktur habe. Diese Erkenntnis könnte auch einen Erklärungsansatz liefern, warum langschnäuzige Hunde besser mit der Nase arbeiten können.

Quelle: http://www.newscientist.com/article/dn19241-dog-brains-rotated-by-selective-breeding.html

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